Weihnachtskonzert vom 23. Dezember 2018

Kinderstimmen vereinen sich in Weihnachtshymnen:

Der Kinderchor Kaltbrunn bringt Weihnachtsfreude ins Dorf: Mit Werken von Felix Mendelssohn und Michael Haydn schaffen es die jungen Sängerinnen und Sänger, ihre Zuhörer zu verzaubern.
von
Der «Winiger Chor», wie der Kinderchor Kalt- brunn liebevoll genannt wird, hat mit seinen Weihnachtskonzerten
eine beliebte Tradition geschaffen. Der Name ist eine Anspielung auf den Gründer und Leiter des Chors, Daniel Winiger. Die Weihnachtskonzerte, die ursprünglich in der Magnuskirche in Rieden aufgeführt wurden, sind jedes Jahr ein beliebtes Einstimmen auf die Festtage. Dieses Jahr lud der Kinder- chor einen Tag vor Heiligabend in die Dorfkirche Kaltbrunn.
Immer trifft man an diesem Anlass Bekannte, die jedes Mal dabei sein möchten. Heuer sind auch viele Neue gekommen, sodass bis auf wenige leer- gebliebene Stühle ganz vorne in der
Kirche diese bis zuhinterst wirklich voll ist.
Stimmen von der Empore
Das sorgfältig, auf die Sängerinnen und Sänger zugeschnittene Programm ist vielfältig. Wie aus der Ferne erklin- gen die ersten weihnachtlichen Töne von der Empore. «Laudate pueri» und «Veni Domine», beide Werke von Felix Mendelssohn, schaffen zu Beginn ech- te, warme Weihnachtsstimmung, pas- send zum Kirchenschmuck und zur festlichen Beleuchtung des Raumes. Vom gleichen Komponisten stammt die Weihnachtshymne, welche die Sängerinnen und Sänger beim Wech- sel in den Altarraum vortragen, nach- dem auf der Empore noch das «Ave Maria» von Camille Saint-Saëns und Haydns «Anima nostra» erklungen sind.
Das Hauptprogramm umfasste eine ganze Reihe von teils weniger be- kannten, auch fremdsprachigen Weih- nachtsliedern. Unter anderem waren das «Transeamus» von Josef Schna- bel oder «Deck the halls», ein engli- sches Weihnachtslied, zu hören. Mit- ten drin präsentierte der Chor das aus Österreich stammende «Es wird schon gleich dunkel». Abgerundet wurde dieser Konzertteil mit dem be-
Klassiker wie «Jingle Bells» und Werke von Mendelsson verzückten die Konzertbesucher.
kannten «Jingle Bells» von James Pierpoint.
«Stille Nacht» zum Abschluss
Freilich hätte etwas gefehlt, wenn nicht ganz am Schluss das in diesem Jahr Jubiläum feiernde Weihnachts- lied «Stille Nacht» den Kirchenraum erfüllt hätte. Wenige Stunden vor Heilig Abend verbreitete das Lied viel Freude unter den Konzertbesuchern.
Lang anhaltender Beifall galt dem etwas kleiner gewordenen Kinderchor, speziell den fünf Solistinnen, und ganz besonders seinem Gründer und Leiter Daniel Winiger. Dieser war vor zwanzig Jahren erstmals für sein einfühlsames Wirken mit dem Chor mit dem St.Gal- lischen Anerkennungspreis geehrt worden. Der Chor selber hat unlängst eine neue Trägerschaft erhalten und freut sich auf neuen, jüngeren Zuzug.
Text von Arnold B. Stampfli Linth Zeitung